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Fussball-Trends der Zukunft

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"Erfolg ist modern." Jeder Trainer und Verein sollte sich die Frage stellen, in welche Richtung sich der Fußball entwickeln wird.

Dass der Fußball sich weiter entwickeln wird, steht fest, dazu sagt die Trainerlegende Dettmar Cramer in einem tollen Werbespot: "Solange besser möglich ist, ist gut nicht gut genug."

Der Fußball wird sich wie alles im Leben getreu dem Motto: "Höher, schneller, weiter“ entwickeln."

Folgende Punkte können dabei eine Rolle spielen:

  • Der verfügbare Raum und die Zeit werden immer noch knapper werden.
  • Dadurch wird die Handlungsschnelligkeit der Spieler weiter zu nehmen.
  • Die Spieler im modernen Fußball müssen immer flexibler werden.
  • Der Übergang zwischen den einzelnen Systemen wird immer fließender.
  • Erfolgreiche Team können sich jeder Zeit verschiedenen Spielsituationen anpassen und sind in beherrschen verschiedene Systeme gleichermaßen gut.
  • Tendenziell werden die Systeme immer offensiver gestaltet.
  • Einige Trends kehren oftmals auch wieder zurück. Beispiel hierfür ist der Gewinn der Europameisterschaft 2004 von Griechenland mit Libero.
  • Die Entwicklungsschritte werden jedoch nicht mehr so gravierend wie noch vor 40 oder 50 Jahren sein.
  • Auschlaggebend im Fußball wird immer mehr die Spielfähigkeit sein: Wie schnell ist ein Spieler in der Lage, neue Spielsituationen zu erkennen und diese mithilfe seiner taktischen, technischen und athletischen Fähigkeiten optimal zu lösen.
  • Die Spieler werden immer mehr zu "spezialisierten Allroundern" werden.
  • Auch in konditioneller Hinsicht wird sich der Fußball weiter entwickeln. Die Spieler müssen ein noch höheres Tempo anschlagen können und müssen noch mehr Sprints absolvieren.
  • Daher müssen die Spieler im Bereich der Athletik noch fußballspezifischer und vor allem auch positionsspezifischer ausgebildet werden: Ein Flügelspieler kann unmöglich dasselbe Ausdauerprogramm wie ein Innenverteidiger absolvieren.
  • Gut ist es, immer wieder einen Blick über den Tellerrand zu anderen Sportarten wie dem American Football oder Hockey zu werfen, die dem Fußball im Bereich Athletiktraining und positionsspezifischen Training voraus sind.
  • Ein weiterer Trend ist das kreative Agieren in der Defensive: So waren beispielsweise bewusste Pressingstrategien mit einem Steuern des Gegners vor einiger Zeit noch kaum vorstellbar.
  • Interessant wird auch die zukünftige Entwicklung des ballorientierten Spiels sein: Die ersten Jahrgänge, die bereits vom jüngsten Alter an ballorientiert geschult wurden, kommen jetzt nach und nach aus den Jugendteams.
  • Ein weiterer Ansatzpunkt ist das Integrieren von Spezialtrainern, was in vielen anderen Sportarten schon längst Standard ist.
  • Viele Vereine in der Schweiz setzen dies bereits um, indem beispielsweise spezielle Stürmertrainer beschäftigt werden.
  • Warum sollte es nicht auch einen Spezialtrainer für Standardsituationen geben? Immerhin fallen über 20% Prozent aller Tore auf Topniveau nach Standards.
  • Das Kopfballspiel wird immer noch mehr an Bedeutung gewinnen. Viele Jugendabteilungen reagieren bereits darauf und das Kopfballpendel kommt wieder zum Vorschein.
  • Außerdem wird sich die Trainingsdauer erhöhen. Nicht einmal unbedingt auf dem Platz selbst, sondern neben dem Platz, beispielsweise im Bereich der Videoanalyse oder warum nicht auch mit dem Befassen von Taktik und Systemen.
  • Fakten, Fakten, Fakten. Durch moderne Computersysteme wird das Spiel immer mehr aufgeschlüsselt und analysiert, weshalb zusätzlich Personalbedarf in der Auswertung dieser Details besteht.
  • Ausnutzen der Fakten durch Kreativität : Beispiele wären ein bewusst geplanter Fehlpass, der in den Rücken der gegnerischen Verteidigung gespielt wird, um diese dann bewusst zu pressen, da die Chance aus einem Pressing ein Tor zu erzielen relativ hoch sind. Ein weiteres Beispiel wäre die hohe Fehlerquote bei Einwürfen auszunutzen, in dem man den Ball bei einem Einwurf bewusst möglichst nah am Tor der Gegners in das Seitenaus wirft, um von dort zu pressen.
  • Topspieler in Manndeckung nehmen: Warum sollte ein Philip Lahm nicht in der Lage sein Lionel Messi in einer direkten Manndeckung auszuschalten? Der Rest agiert normal im 10 vs. 10.
  • Und die Position des Trainers und seines Trainerteams wird noch mehr an Bedeutung gewinnen, da sie Maßnahmen ausarbeiten müssen, damit die Spieler und die Mannschaft den Trends gewachsen sind.