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System vs. System

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Treffen zwei verschiedene Spielsysteme aufeinander, ist es sehr wichtig zu wissen, wo in der Offensive Freiräume beim Gegner entstehen können und wo es mögliche Freiräume für den Gegner im Defensivverhalten zu beheben gilt.

Aufeinandertreffen zweier verschiedener Spielsysteme Am Beispiel: 1-4-4-2 Linie vs. 1-4-2-3-1

Ausgangssituation

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In der Abwehrzone ist Team Schwarz mit einem starken Übergewicht von vier Abwehrspielern gegen einen Angreifer in der Überzahl.

Dadurch bedingt, ist man in der Mittelfeldzone mit einem Verhältnis von 4:5 in Unterzahl. In der Angriffszone stehen den vier Abwehrspielern von Rot, zwei Angreifer von Schwarz gegenüber.

Defensive

Hier stellt sich die Frage, wie die Unterzahl im Mittelfeld ausgeglichen werden kann, vor allem, wie mit der Nummer 10 des Gegners umgegangen wird, ist in der Defensive sehr entscheidend. Wichtig wird es auch sein, dass die vier Mittelfeldspieler von Schwarz darauf achten, dass ihnen der Gegenspieler nicht im Rücken weggeht und so leicht Linien überspielt werden können, da im 1-4-2-3-1 eine Linie mehr zur Verfügung steht.

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Lösung 1: Abkippende Spitze

Der ballnahe Angreifer Nummer 11 von Schwarz kippt nach hinten ab, um eine Überzahl in der Mittelfeldzone für den Gegner zu vermeiden. Allerdings muss man sich im Klaren darüber sein, dass dies nur eine situative Lösung sein kann, da die beiden Spitzen diesen hohen Mehraufwand wohl nicht über 90 min bestreiten können und ihnen außerdem die Kraft für Offensivaktionen fehlen würde.

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Lösung 2: Heraustretender Innenverteidiger

Wenn mutig agiert wird und verstärkt Druck auf den Gegner im 1-4-2-3-1 ausgeübt werden soll, schiebt man einen der beiden Innenverteidiger situativ auf Nummer 10 von Rot, wodurch der Gegner hoch gepresst werden. Vorsicht ist geboten, wenn der Gegner einen langen Ball andeutet. In dieser Situation muss sich der Innenverteidiger sofort wieder fallen lassen, um mit seinen Nebenspielern ein Abwehrdreieck zu bilden.

Offensive

Gegen ein 1-4-2-3-1 tut sich oftmals ein freier Raum hinter den beiden äußeren Mittelfeldspielern auf, da diese oftmals einen starken Offensivfokus haben.

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Wichtig ist, neben einem guten, weiträumigen Passspiel des Innenverteidigers, das geschickte taktische Verhalten des äußeren Mittelfeldspielers, der bei seinen Laufwegen flexibel agiert und die Bälle auch im Zentrum fordern und anlaufen muss. Geht der ballnahe Außenverteidiger von Schwarz dann mit, entstehen oftmals gute Situationen, den Gegner am Flügel zu überlaufen.